Hanfsamen
Herkunft, Aufbau, Verarbeitung und Verwendungen verständlich erklärt

Beschreibung / Aufbau
Der Hanfsamen ist relativ klein, rundlich, etwa 3–4 mm groß. Die Farbe schwankt zwischen braun und grau. Geschmacklich zeigt sich der Hanfsamen mild-nussig mit leicht pflanzlicher Note – eine Eigenschaft, die ihn vielseitig einsetzbar macht.
Botanisch ist er eine Achäne, also eine trockene, einsamige Frucht. Aus agrar- und ernährungswissenschaftlicher Sicht zählt er zu den Ölsaaten.
Naheliegend ist der Vergleich mit einer Nuss: Wie beispielsweise eine Wal- oder Haselnuss hat auch ein Hanfsamen eine harte Schale, eine Innenhaut und einen Kern. Ein wesentlicher Unterschied besteht jedoch darin, dass die Schale der Achäne deutlich dünner und – im Gegensatz zu vielen Nüssen – beim Hanfsamen essbar ist.

Nutzhanf als Lebensmittel
Wenn von Hanf die Rede ist, denken viele zunächst an Cannabis. Für Lebensmittel ist jedoch ausschließlich sogenannter Nutzhanf relevant.
Nutzhanf wird seit Jahrhunderten als Kulturpflanze verwendet und ist in der EU als landwirtschaftliche Nutzpflanze zugelassen. Der Anbau wird staatlich kontrolliert. Er zeichnet sich durch einen sehr niedrigen THC-Gehalt aus und unterscheidet sich damit klar von berauschendem Cannabis.
Der Hanfsamen selbst enthält kein THC. Geringste Spuren können allenfalls durch Abrieb bei der Ernte auf der Schale nachgewiesen werden. Diese bewegen sich jedoch im Bereich von Millionstel-Gramm und haben deshalb keinerlei psychoaktive Wirkung.
Damit ist Hanf als Lebensmittel sicher und unbedenklich – und ein Beispiel dafür, wie stark sich Wahrnehmung und tatsächliche Eigenschaften unterscheiden können.
Der CHIRON Hanfanbau in Oberschwaben begann 1997. Heute bauen wir jährlich rund 100 ha in dieser Region und Deutschland an.

Nährstoffe und ernährungsphysiologische Besonderheiten
Hanfsamen zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Nährstoffdichte aus. Dabei ist nicht ein einzelner Wert entscheidend, sondern das ausgewogene Gesamtprofil.
Er besteht zu rund 24% aus hochwertigem Protein. Hochwertig für den Mensch, aufgrund der Aminosäurenzusammensetzung, der Bausteine eines Protein.
Zudem hat der Hanf ein ideales Fettsäurespektrum. Es beschreibt das Mengenverhältnis der Fettsäuren zueinander und ist ideal für den Bedarf des Menschen. Rund 20% Omega-3 und auch 3-4% der seltenen Gamma-Linolensäure fallen ins Auge.
Neben dem hohen Anteil an Ballaststoffen in der Schale besitzt der Hanfsamen eine Reihe an Mineralstoffen und Spurenelemente: sehr viel Eisen, Zink und Magnesium. In geringeren Anteilen auch Selen und mehrere B-Vitamine, unter anderem.
Hanf wird daher häufig als „Superfood“ bezeichnet – sinnvoll ist jedoch eine sachliche Einordnung: Hanfsamen sind kein Wundermittel, aber ein sehr ausgewogener und hochwertiger Bestandteil einer bewussten Ernährung.
Der Hanfsamen ist das Ausgangsprodukt für einige Hanfsamen Rohstoffe
Vom Hanfsamen zum Lebensmittel – schonende Verarbeitung
Aus dem Hanfsamen entstehen verschiedene Rohstoffe, die jeweils eigene Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten besitzen.
Die Verarbeitung erfolgt nach der Reinigung und Trocknung überwiegend mechanisch: Schälen, Sieben, Pressen
Dabei wird bewusst auf komplexe industrielle Verfahren verzichtet. Ziel ist es, die natürlichen Eigenschaften des Rohstoffs möglichst zu erhalten und nur so viel zu verändern wie nötig.
Diese schonende Verarbeitung ist entscheidend für Geschmack, Nährstoffgehalt und Qualität der späteren Lebensmittel.
Die wichtigsten Hanfrohstoffe im Überblick
Ausgehend vom Hanfsamen entstehen mehrere grundlegende Produkte

Hanfkerne
(auch geschälte hanfsamen genannt)
Durch mechanische Trennung der äußeren Schale, erhält man nach Reinigung und Siebung die hellen Hanfkerne. Diese sind das Hanfrohstoffprodukt mit den vielseitigsten Anwendungen.
So auch im CHIRON-Sortiment. Der elfenbeinfarbige Hanfkern ist weich, wohlschmeckend und besitzt mit rund 50% Ölgehalt und 33% Protein viel Energie und lebenswichtige Nährstoffe.

Hanfschrot
Nach der mechanischen Schälung des Hanfsamen, gewinnt man auch eine Fraktion mit Anteilen der grünen Hanfhaut und den hellen Hanfkernen. Diese Siebung nennen wir Hanfschrot. Er ist etwas "chrunchy" in der Konsistenz. Der Nährstoffgehalt ist vergleichbar mit den Hanfkernen. Es ist die geschmackliche und preisliche Alternative zu den Hanfkernen.

Hanfflocken
Durch mechanische Pressung des Hanfschrot wird der Ölgehalt reduziert. Dafür ist eine leichte Röstung zuvor notwendig. Wir erhalten die geschmacklich nussigen Hanfflocken, die mit rund 55% Proteingehalt überzeugen. Hanfflocken sind universell verwendbar und ein wichtiger Rohstoff für unsere HanfProtein Linie.

HanfProtein Pulver
Das sehr hochwertige CHIRON HanfProtein Pulver wird zu 100% aus den Hanfkernen gewonnen. Diese werden gepresst und zuvor leicht geröstet. Mechanisch wird danach das nussige Proteinpulver erzeugt, das durch die Reduzierung von Öl und Schalen auf satte 65% Proteinngehalt kommt. Zudem besitzt es immer noch hohe Anteile an Omega-3, Eisen und Zink
Diese Vielfalt an Rohstoffen bildet die Grundlage für unterschiedlichste Hanf-Lebensmittel. Sind aber auch beliebte Küchenhelfer und verfeinern eine Vielzahl an Gerichten, ideal zum Backen, im Müsli, Salat usw.
Warum Nutzhanf heute wieder an Bedeutung gewinnt
Hanf ist keine neue Entdeckung. Als uralte, heimische Kulturpflanze blickt er auf eine lange Geschichte zurück, gerade auch in Oberschwaben, Deutschland und Europa.
Seine aktuelle Wiederentdeckung steht im Zusammenhang mit mehreren Entwicklungen:
wachsendes Interesse an pflanzenbasierter Ernährung Suche nach hochwertigen, pflanzlichen Proteinquellen stärkere Wertschätzung ursprünglich heimischer Nutzpflanzen.
Der Nutzhanf ist dabei nicht nur eine heimisches Superfood. Der Hanfstengel ist auch ein nachwachsender Rohstoff, z.B. als Textil und Baustoff, aber auch eine erstklassiger
Bodenverbesserer in der Landwirtschaft und steht für die Vielfalt unserer Kulturlandschaft.
FAQ
Sind Hanfsamen berauschend?
Nein. Hanfsamen selbst enthalten kein THC. Geringste Spuren im µ-Bereich können bei der Ernte durch Abrieb auch die Schale des Hanfsamen gelangen. Diese haben aber keinerlei psychoaktive Wirkung.
Sind Hanfsamen gesundheitlich unbedenklich?
Ja. Hanfsamen gelten als sicheres Lebensmittel und werden seit langer Zeit verwendet. Im Gegenteil gilt er doch als heimisches Superfood, aufgrund der zahlreichen Nährstoffe.
Was ist der Unterschied zwischen Hanfkernen, Hanfschrot und Hanfprotein?
Sie entstehen aus dem gleichen Rohstoff, dem Hanfsamen, unterscheiden sich jedoch in Verarbeitung, Struktur und Nährstoffkonzentration.
Wie lassen sich Hanfsamen und dessen Hanfrohstoffe im Alltag verwenden?
Sie können vielseitig eingesetzt werden – etwa als Zutat in Müslis, Backwaren, als gehaltvoller Küchenhelfer für eine Vielzahl an Gerichten und Salaten, sowie in Form von proteinreichen Shakes und Hanfprotein-Lebensmitteln.
Was macht den Hanfsamen so besonders für mich als Konsument?
Der Hanfsamen ist ein heimisches Superfood, aufgrund der Vielfalt und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Neben Anderen, ist er vor allem auch reich an Proteinen, Omega-3, Zink und Eisen. Dies macht den Hanfsamen als Rohstoff für unser pflanzliches HanfProtein-Sortiment. so wertvoll.

