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Hanfanbau in Oberschwaben

Der Hanfanbau ist aus ackerbaulicher Sicht eine willkommene und umweltfreundliche Alternative.
Der von CHIRON seit 1997 angebaute drogenfreie Nutzhanf bedarf selbst im konventionellen Anbau keinerlei Pestizide. Er ist die einzige Nutzpflanze in der heimischen Landwirtschaft, die epidemischen Krankheiten von Natur aus nicht ausgesetzt ist. Unsere über 15-jährige Hanfanbauerfahrung in Oberschwaben hat dies bestätigt. Nach der Aussaat Anfang Mai unterdrückt er wegen seines schnellen Wachstums Beikräuter durch Lichtentzug auf natürliche Weise. Die gute Durchwurzelung lockert den Boden auf. Er hinterlässt in aller Regel einen unkrautfreien Acker mit einer feinkrümeligen Bodenstruktur. Deshalb gilt er in der Landwirtschaft als hervorragende Zwischenfrucht und Bodenverbesserer. Getreide in Folge von Hanfanbau erzielt 10-20% Mehrerträge, wie Landwirte aus Erfahrung berichten. Problemäcker mit viel Unkrautdruck oder hohen Bodenverdichtungen kann der Hanf auf extensive Weise verbessern. Hanf hilft also unsere Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft zu bewahren.
CHIRON baut in Zusammenarbeit mit Landwirten ca. 50 – 100 ha in Oberschwaben jährlich an. Eine Steigerung ist in den nächsten Jahren geplant, insofern die strukturelle Neuausrichtung des regionalen Hanfanbau gelingt. Durch den Wegfall einer Faseraufbereitung (Bafa) ist eine alternative Verwertung des Hanfstroh notwendig.
Als Hanfbrikett (www.hanfbriketts.de mit CHIRON-Patent) ist eine Möglichkeit. Auch eine Umstellung in der Erntetechnik, wodurch das Hanfstroh dem Boden zurück geführt werden kann und zum Aufbau der Humusschicht beiträgt, bietet sich hierfür an. In den vergangenen Jahren hat sich zudem die Zusammenarbeit mit Landwirten aus Thüringen und Sachsen als sehr konstruktiv erwiesen, wodurch CHIRON den zunehmenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Hanfsamen decken kann.

Hanfgeschichte

Hanf ist ein alter Kulturbegleiter des Menschen, gerade auch bei uns in Deutschland. Älteste Funde von vor ca. 5.500 Jahren belegen dies. Hanf und Flachs waren lange Zeit die wichtigsten Faserpflanzen in Europa, speziell auch in Süddeutschland und Oberschwaben. So verwundert es nicht, dass sich in Schwaben viele alte Weberstädte wie Ulm, Biberach und Ravensburg geschichtlich entwickelt haben. In einer Zeit ohne chemische Fasern und Baumwolle war man auf heimische, regionale Gestehungskreisläufe angewiesen - was man heute umweltpolitisch wieder gerne sehen würde. Belegt ist auch, dass die erste legendäre Lewis-Jeans 501 aus Hanffasern war. Neben Seilen und Schnüren aller Art, wurden auch in der Schifffahrt enorm große Mengen an Hanfgeweben gebraucht. Bis in die Neuzeit, Ende des 19. Jahrhunderts, konnte aus Holz kein Papier gemacht werden. Erst die chemische Entwicklung machte dies möglich. Belegt ist die erste deutsche Papiermühle in Nürnberg um 1290. In aller Regel wurden Lumpen, alte Hanfkleidung, die ausgedient hatten, zur Hanfpapierherstellung verwendet. Die berühmte Gutenberg-Bibel vom Jahre 1455 wurde auf Hanfpapier gedruckt. Natürlich wurde auch der Hanfsamen für die menschliche Ernährung zu dieser Zeit und bis weit in die Neuzeit genutzt. So war der Hanfanbau lange Zeit nicht eine Nische, wie in der heutigen Zeit. Der Hanf trug essentiell zum Überleben der Menschen in Deutschland bei.



Nachwachsender Rohstoff Hanf

Die Verwendung von Hanfrohstoffen hat heute wieder eine beachtliche Vielfalt erreicht. Hanffasern werden wieder für Hanfkleider, für Baustoffe oder als Faser-Verbundwerkstoffe im Automobilbau verwendet. Die holzigen Anteile (die Schäben) als Tiereinstreu und Schüttdämmung um nur einige zu nennen.
Der Bundesumweltpreis 2013 ging an Carmen Hock für Ihren Hanfdämmstoff Thermo-Hanf.
Durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck wurde dieser höchstdotierte europäische Umweltpreis am 27. Oktober 2013 verliehen. Eine Auszeichnung nicht nur für das Dämmprodukt und das Lebenswerk von Carmen Hock, eine langjährige Weggefährtin und Freundin von CHIRON, deren Engagement und Leistung gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Sondern auch für die Hanfpflanze an sich und deren vielfältige positive Aspekte für den Menschen und unsere Umwelt. In gewisser Weise eine Adelung und letzte Anerkennung der drogenfreien Nutzpflanze Hanf. Durch das Engagement vieler Beteiligter in der Hanfbranche in Deutschland, ist die Fortführung einer uralten heimischen Tradition in Teilen wieder erfolgreich gelungen.